Zeit & Raum für
Körper & Seele ...

Weihnachten überstehen? Oder endlich erleben?

December 19, 2025

In der Vorweihnachtszeit ploppen sie überallauf: Tipps und Tricks, wie man Weihnachten überlebt. Wie man
Familienfeiern „aushält“, Gesprächen entkommt, Stress minimiert undbloß irgendwie durch diese Tage kommt.

Aber mal ehrlich: warum eigentlich überleben? Ist Weihnachten nicht das Fest der Liebe? Und wenn ja –
warum vergessen wir ausgerechnet hier die wichtigste Form davon: die Selbstliebe?

Wann ist Weihnachten zu einer Pflichtveranstaltung geworden? Viele von uns gehen mit einer inneren
Checkliste in die Feiertage:

  • alle besuchen
  • alle Erwartungen erfüllen
  • Harmonie herstellen
  • funktionieren

Dabei fühlt es sich oft an wie ein Marathon aus Verpflichtungen. Und die Frage drängt sich auf: Haben
wir davon nicht schon genug im Alltag? Termine, Deadlines, Verantwortung, Anpassung – wir leisten
jeden Tag so viel. Warum glauben wir ausgerechnet an Weihnachten, noch mehr leisten zu müssen?


Erwartungen anderer – und wo bleibe ich?

Oft sind es gar nicht die anderen, die den größten Druck machen. Es sind unsere eigenen inneren Stimmen:

  • "Das macht man halt so."
  • "Sonst bin ich egoistisch."
  • "Ich will niemanden enttäuschen."

Und während wir versuchen, Erwartungen zu erfüllen, verlieren wir etwas Entscheidendes aus dem Blick:
unsere eigenen Bedürfnisse. Was tut mir gut? Was brauche ich gerade wirklich? Ruhe? Nähe? Abstand?
Leichtigkeit? Alleinsein?


Vielleicht braucht es keine Tipps – sondern Erlaubnis

Vielleicht braucht es keine weiteren Strategien, um Weihnachten zu „überstehen“. Vielleicht braucht es
vielmehr den Mut, Weihnachten neu zu gestalten. Nicht perfekt. Nicht für alle. Sondern ehrlich. Selbstfürsorge
statt Selbstverleugnung. Selbstliebe statt Selbstaufgabe.


Praktische Beispiele für ein anderes Weihnachten

Selbstfürsorge kann ganz unspektakulär aussehen:

  • Du entscheidest dich, nicht auf jede Feier zu gehen.
  • Du bleibst kürzer, weil dein Energielevel es verlangt.
  • Du verbringst den Heiligabend anders as "üblich".
  • Du sagst ehrlich: "Ich möchte lieber nicht."

Und ja, das fühlt sich manchmal unbequem an. Aber weißt du, was sich langfristig noch unbequemer anfühlt?
Sich selbst immer wieder zu übergehen.


Nein sagen – und dabei bei sich bleiben

Ein Nein zu anderen ist kein Angriff. Es ist kein Drama. Und es ist kein Zeichen von Lieblosigkeit. Im Gegenteil:
ein Nein zu anderen kann ein tiefes Ja zu dir selbst sein

  • Nein, ich komme dieses Jahr nicht.
  • Nein, das tut mir gerade nicht gut.
  • Nein, ich brauche etwas anderes.

Und vielleicht ist genau das die wahre Botschaft von Weihnachten: Liebe beginnt nicht im Außen. Sie beginnt bei uns.


Weihnachten erleben statt überleben

Vielleicht darf Weihnachten wieder ein Festsein, das sich nach dir anfühlt. Nicht nach Erwartungen. Nicht nach To-do-Listen. Nicht nach Durchhalten.

Sondern nach:

  • Echtheit
  • Ruhe
  • Verbindung - auch zu dir selbst.

Du musst Weihnachten nicht überleben. Du darfst es erleben. Auf deine Weise. 🎄✨